Mit Maloum Geld verdienen
Geschrieben von Sophia Brecht Veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Mit Maloum Geld verdienen kannst du über Abos, bezahlte Inhalte im Chat, Massennachrichten, Trinkgeld, den Shop und Empfehlungen. Wie viel Creator dort typischerweise verdienen, veröffentlicht Maloum nicht; das Hilfecenter sagt nur, dass immer mehr Creators mehrere Tausend Euro im Monat erzielen. Sicher ist dein Anteil: Von jedem Euro deines Nettopreises bleiben dir standardmäßig 80 Cent.
Stand dieses Artikels ist der 1. Oktober 2026, Grundlage sind Maloums Hilfecenter und die Nutzungsbedingungen für Creator vom 9. Juli 2026. Eine Verdienstprognose geben wir nicht ab, weil die Daten dafür fehlen und weil niemand dir eine seriös versprechen kann.
Wie viel kann man mit Maloum Geld verdienen?
Eine belastbare Zahl gibt es nicht. Maloum veröffentlicht weder Fanzahlen noch Umsätze oder die Summen, die an Creator ausgezahlt wurden.
Es gibt zwei Aussagen von Maloum selbst. Im Hilfecenter heißt es, immer mehr Creators erzielten monatlich mehrere Tausend Euro und ihre Zahl steige stetig; wie viele das sind, steht nicht dabei. Auf der Startseite wirbt Maloum mit über 50.000 Creators. Wie sich das Geld auf diese Menge verteilt, bleibt offen. Plane deshalb mit deinen eigenen Zahlen und nicht mit dem Durchschnitt einer Plattform, den niemand kennt.
Was bestimmt deinen Verdienst auf Maloum?
Am Ende zählt, wie viele Fans zahlen und wie viel jeder von ihnen im Monat ausgibt. Beide Größen hängen an unterschiedlichen Stellschrauben.
Die Zahl der Abonnenten wächst vor allem durch Besucher, die du von außen mitbringst. Maloum hat zwar eine Discovery-Funktion und eine öffentliche Top-100-Rangliste, schreibt im eigenen Hilfecenter aber, dass aktive Promotion trotzdem nötig ist, und nennt Instagram, TikTok, X, Reddit und YouTube. Die Rangliste bildet Maloum aus Engagement, Einnahmen und der Qualität der Inhalte. Wie du Reichweite aufbaust, ohne gegen Regeln zu verstoßen, erklärt Fans gewinnen auf Maloum.
Was ein einzelner Fan über das Abo hinaus ausgibt, entsteht im Chat. Dort verkaufst du einzeln bepreiste Inhalte, verschickst Massennachrichten mit Bezahlinhalt und nimmst Trinkgeld an. Auch Abonnenten dürfen für besonders exklusive Inhalte extra bezahlen. Individuelle Wünsche werden im Chat besprochen und über die Tip-Funktion bezahlt. Wer dafür Unterstützung holt, muss das laut Vertrag im Chat offenlegen; wie wir das lösen, zeigt die Chat-Betreuung.
Dazu kommen zwei Nebenquellen. Im Shop verkaufst du physische Produkte, die Maloum in eigenem Namen vertreibt und für die dieselben Provisionsregeln gelten. Über das Maloum-Empfehlungsprogramm bekommst du laut Hilfecenter sechs Monate lang 5 % der Einnahmen von Creatorn, die du wirbst. Maloum zahlt das zusätzlich, den Geworbenen geht davon nichts ab.
Welche Preise empfiehlt Maloum?
Für Abos gilt ein Minimum von 5 €, und laut Hilfecenter empfehlen erfolgreiche Creators 5–15 € im Monat. Für Shop-Artikel nennt Maloum eigene Richtwerte, etwa 10–40 € für Socken und 25–150 € für Schuhe.
Bevor du den Abo-Preis festlegst, denk an eine Regel: Wer bereits abonniert hat, zahlt dauerhaft den Preis vom Abschluss. Erhöhst du später, gilt der neue Preis nur für neue Fans. Ein sehr niedriger Einstieg bindet deine ersten Abonnenten also dauerhaft an diesen Preis.
Wie Preis und Anteil zusammenhängen, zeigt die folgende Rechnung für die drei Preisstufen aus Maloums Empfehlung.
| Abo-Preis (netto) | Fan zahlt netto inkl. 15 % Servicegebühr | Dein Anteil (80 %) | Aktive Abos für 1.000 € Anteil im Monat |
|---|---|---|---|
| 5,00 € | 5,75 € | 4,00 € | 250 |
| 10,00 € | 11,50 € | 8,00 € | 125 |
| 15,00 € | 17,25 € | 12,00 € | 84 |
Die Tabelle ist unsere eigene Rechnung nach §15 des Vertrags, ohne Umsatzsteuer, ohne Verkäufe im Chat und ohne Kündigungen. Sie zeigt nur das Verhältnis von Preis und Anteil und ist keine Prognose.
Welche Abzüge solltest du einplanen?
Maloums Provision von 20 %, deine eigenen Steuern und, falls du mit einer Agentur arbeitest, deren Anteil. Die Servicegebühr von 15 % zahlen die Fans zusätzlich, sie geht nicht von deinem Anteil ab.
Die Einzelheiten stehen in Maloum-Gebühren und Maloum-Steuern. Für die ersten Wochen wichtig: Liegen deine Ansprüche eines Monats unter 30,00 €, trägt Maloum sie laut Vertrag in den Folgemonat vor. Ein Monat mit wenig Umsatz bringt also unter Umständen gar keine Überweisung.
Darfst du parallel auf anderen Plattformen verdienen?
Ja, aber Maloum zieht eine klare Grenze. Innerhalb von Maloum darfst du Fans nicht per Link, Nutzername oder Kontaktdaten auf andere Plattformen lenken und keine Werbung für Konkurrenten machen.
Maloums eigene Vergleichsseite zu OnlyFans klingt großzügiger und lädt dazu ein, zwischen beiden gegenseitig zu werben. Der Vertrag verbietet das aber, und er gilt. Unsere Lesart: Bewirb Maloum von Social Media und anderen Plattformen aus, aber schick niemanden von Maloum weg. Was beide Plattformen unterscheidet, steht in Maloum oder OnlyFans.
Was zeigen unsere eigenen Zahlen?
Sie zeigen, was betreute Konten auf OnlyFans erreichen, und sind keine Maloum-Ergebnisse. Seit der Gründung 2019 haben wir mehr als 400 Creator begleitet, ihr gemeinsamer Umsatz liegt bei über 35 Mio. US-Dollar.
Ein typisches Konto in unserer Betreuung kommt auf 20.000–55.000 US-Dollar im Monat, die stärksten liegen zwischen 100.000 und über 300.000 US-Dollar. Alle diese Werte stammen von OnlyFans-Konten und sind in Dollar gerechnet, während Maloum seine Preise in Euro angibt und eigene Gebühren hat. Wir nennen sie zur Einordnung und nicht als Versprechen für Maloum. Auf Maloum arbeiten wir an denselben Stellen: Preise, Chat und Besucher von außerhalb. Die vier Fallstudien, ebenfalls OnlyFans-Konten, findest du unter Ergebnisse.