Maloum Gebühren erklärt
Geschrieben von Sophia Brecht Veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Die Maloum Gebühren haben zwei Teile. Von deinem Nettoumsatz behält Maloum 20 % Provision, 80 % gehen an dich. Fans zahlen zusätzlich auf jeden Kauf eine Servicegebühr von 15 %, von der du nichts bekommst. Laut Creator-Vertrag entsprechen deine 80 % deshalb 69,5 % dessen, was der Fan netto bezahlt. Per Sondervereinbarung sind auch 60%–100% für dich möglich.
Unsere Grundlage sind die Nutzungsbedingungen für Creator in der Fassung »Stand 9. Juli 2026«, gelesen am 1. Oktober 2026. Maloum darf diese Bedingungen mit vier Wochen Vorlauf ändern. Schau also kurz nach, ob die Zahlen noch stimmen, bevor du mit ihnen planst.
Welche Maloum Gebühren zahlst du als Creator?
Eine einzige: 20 % Provision auf deinen Creatorumsatz. Gemeint ist der Nettoumsatz, also ohne Umsatzsteuer und ohne die Servicegebühr der Fans.
Der Satz gilt für Abos und Einzelkäufe gleichermaßen, und laut §14.9 gelten dieselben Provisionsregeln für Produkte aus dem Shop. Einen eigenen Satz für Trinkgeld oder Nachrichten nennt der Vertrag nicht. Eine Gebühr für die Auszahlung ist ebenfalls nicht veröffentlicht. Was der Begriff Creatorumsatz genau umfasst, steht in unserem Glossar.
Was ist die Servicegebühr von 15 %?
Ein Aufschlag, den Fans bei jedem bezahlten Kauf zusätzlich zu deinem Preis zahlen. Er geht vollständig an Maloum, und der Vertrag stellt in §15.3 klar, dass dir daran kein Anteil zusteht.
Die Gebühr ist gestiegen. Archivierte Fassungen der Fan-AGB aus dem Jahr 2025 nannten noch 10 % des Nettopreises, die AGB mit Stand 1. Oktober 2025 setzten 15 % fest, und dabei ist es bis heute geblieben. An deiner Abrechnung ändert der Aufschlag nichts. Er verändert aber den Preis, den deine Fans an der Kasse sehen, und damit, wie teuer dein Abo auf sie wirkt.
Was bleibt dir von einem Abo für 10 €?
8,00 €, wenn du 10,00 € als Nettopreis festlegst. Das ist unsere eigene Rechnung auf Basis von §15 des Vertrags, Maloum veröffentlicht kein solches Beispiel.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Dein Nettopreis | 10,00 € |
| Servicegebühr 15 %, zahlt der Fan zusätzlich | 1,50 € |
| Netto beim Fan | 11,50 € |
| Umsatzsteuer | kommt hinzu, Satz von Maloum nicht veröffentlicht |
| Dein Anteil, 80 % von 10,00 € | 8,00 € |
| Provision für Maloum, 20 % von 10,00 € | 2,00 € |
| Maloum insgesamt, Provision plus Servicegebühr | 3,50 € |
Welchen Umsatzsteuersatz Maloum auf Käufe der Fans anwendet, steht in keinem Dokument, das wir gefunden haben. Deshalb hört die Rechnung beim Nettobetrag des Fans auf. Fest steht nur, dass die Preise für Fans inklusive Steuer und Servicegebühr angezeigt werden.
Woher kommt die Zahl 69,5 %?
Aus dem Verhältnis zwischen deinem Anteil und dem Nettobetrag des Fans. 8,00 € von 11,50 € sind 80 geteilt durch 115, also gut 69,5 %; der Vertrag nennt genau diese Zahl.
Für den Vergleich mit anderen Plattformen ist das die ehrlichere Größe. OnlyFans setzt seine Gebühr laut eigenen Bedingungen auf 20 % der gesamten Zahlung des Fans, Steuern kommen dort obendrauf. Auf dem Papier ist das dieselbe Aufteilung von 80 zu 20. Zahlt ein Fan aber auf beiden Plattformen netto denselben Betrag, kommen bei OnlyFans 80 % davon bei dir an und bei Maloum 69,5 %. Beide Plattformen im Detail zeigt Maloum oder OnlyFans.
Kann man bei Maloum eine bessere Provision bekommen?
Ja, per Sondervereinbarung. Der Vertrag erlaubt individuelle Anteile zwischen 60 % und 100 % des Creatorumsatzes, und zwar nur schriftlich.
Nach welchen Kriterien Maloum solche Vereinbarungen anbietet, ist nicht veröffentlicht. Die Klausel kam mit der Fassung vom 9. Juli 2026 in den Vertrag, in der archivierten Fassung vom April 2026 fehlt sie noch. Lies die Spanne genau, denn sie reicht auch unter den Standard: 60 % wären weniger als die üblichen 80 %.
Wo widersprechen sich Maloums Angaben zu den Gebühren?
An zwei Stellen, und in beiden Fällen halten wir uns an den Vertrag, weil du genau diesem Dokument bei der Anmeldung zustimmst.
Erstens schreibt ein Hilfecenter-Artikel vom April 2025, der Betrag, den du eingibst, sei der Betrag, der nach Provision und Steuern auf deinem Konto landet. Nach dem Vertrag erhältst du dagegen 80 % des eingegebenen Nettopreises. Zweitens behaupten die Vergleichsseite zu OnlyFans und ein Gebühren-Beitrag im Maloum-Blog vom 22. Juli 2026, Maloum decke die EU-Mehrwertsteuer aus seiner Provision von 20 % ab. Der Vertrag rechnet anders: Die Umsatzsteuer kommt auf den Preis des Fans, und deine 80 % werden vom Nettobetrag berechnet. Diese Werbeaussage wird auf vielen fremden Seiten abgeschrieben. Wir übernehmen sie nicht, und wer unsicher ist, lässt sich die geltende Rechnung vom Support schriftlich bestätigen.
Welche Kosten können sonst noch anfallen?
Weitere Gebühren nennt Maloum nicht, wohl aber Risiken. Verursachst du eine Rückbuchung, weil du eine Leistung mangelhaft oder anders als vereinbart erbracht hast, darf Maloum dir die Kosten ganz auferlegen. Bei Vertragsverletzungen sieht §9.1 außerdem eine pauschale Vertragsstrafe von 500,00 € vor.
Dazu kommen Kosten außerhalb der Plattform. Deine Einnahmen musst du selbst versteuern, was Maloum dazu regelt, steht in Maloum-Steuern. Arbeitest du mit einer Agentur, kommt deren Anteil hinzu. Bei uns sind das je nach Umfang 30%–60% des Umsatzes, den das Konto erzielt, schriftlich festgelegt, bevor du unterschreibst, ohne Einrichtungsgebühr; alles Weitere steht bei den Kosten.
Wann das Geld auf deinem Konto ankommt und ab welchem Betrag, erklärt Maloum-Auszahlung. Was nach allen Abzügen realistisch übrig bleibt, besprechen wir in Geld verdienen auf Maloum.