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Maloum Sachen verkaufen: der Shop erklärt

Geschrieben von Sophia Brecht Veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert

Auf Maloum Sachen verkaufen läuft über den Shop auf deinem Profil: Du bietest physische Produkte an, etwa Socken, Schuhe oder Korsetts, und Maloum verkauft sie im eigenen Namen an deine Fans. Du verschickst das Paket, ohne dass deine Adresse darauf steht. Jedes Produkt prüft Maloum von Hand, und abgerechnet wird nach denselben Provisionsregeln wie beim Abo. Stand: 1. Oktober 2026.

Wie kann ich auf Maloum Sachen verkaufen?

Du legst das Produkt im Shop an, Maloum prüft es und verknüpft es mit deinem Kanal. Kauft ein Fan, verschickst du die Ware selbst.

Rechtlich ist eine Sache anders als bei Abos und Chat-Inhalten. Nach §14.1 der Creator-Bedingungen betreibt Maloum einen Webshop, in dem Produkte von Creators »im Namen und auf Rechnung des Providers« an Fans gehen. Verkäufer gegenüber dem Fan ist also die neolime GmbH aus Wien, die Maloum betreibt. Du lieferst die Ware, Maloum wickelt den Kauf ab und kassiert.

Wie bleibt deine Adresse beim Versand geschützt?

§14.2 schreibt vor, dass die Außenverpackung keinerlei Hinweis auf deine Identität oder deine Adresse tragen darf. Als Absender steht Maloums Anschrift in Wien auf dem Paket.

In der Praxis heißt das: neutraler Karton, kein Stempel mit deinem Namen, kein handgeschriebener Absender, nichts außen aufgeklebt, was auf dich zurückführt. Eine Karte mit Instagram-Namen oder Telefonnummer im Paket wäre ebenfalls eine schlechte Idee, denn Maloum verbietet Hinweise, die Fans auf Kanäle außerhalb der Plattform lenken (§8.1).

Frau mit Perückenkappe bemalt eine Rüstungsmanschette, daneben steht eine silberne Perücke.
Handarbeit, die später im Shop landen kann. KI-generierte Illustration mit fiktiven Personen.

Welche Preise empfiehlt Maloum für Socken und andere Produkte?

Maloum veröffentlicht im Hilfecenter eigene Richtwerte: für Socken 10–40 €, für Schuhe 25–150 € und für Korsetts 50–100 €. Einen festen Mindest- oder Höchstpreis für Produkte nennt Maloum nicht.

ProduktRichtwert laut MaloumBeispielpreis (netto)Was der Fan zahltDein Anteil (80 %)
Socken10–40 €20,00 €23,00 € plus Umsatzsteuer16,00 €
Schuhe25–150 €80,00 €92,00 € plus Umsatzsteuer64,00 €
Korsetts50–100 €60,00 €69,00 € plus Umsatzsteuer48,00 €

Die Richtwerte stammen aus dem Hilfeartikel mit Preisempfehlungen für Produkte, zuletzt geändert am 22. April 2025. Beispielpreise, Servicegebühr und Anteil haben wir selbst gerechnet: Auf den Preis, den du festlegst, schlägt Maloum 15 % Servicegebühr auf, dann die Umsatzsteuer. Welchen Steuersatz Maloum dabei anwendet, veröffentlicht die Plattform nicht.

Gelten im Maloum Shop andere Provisionsregeln?

Nein. §14.9 erklärt die allgemeinen Bedingungen auch für physische Produkte für anwendbar und nennt ausdrücklich die Regeln zu Provision und Abrechnung. Du erhältst standardmäßig 80 % des Nettoumsatzes, Maloum behält 20 %.

Die Servicegebühr von 15 % zahlt der Fan zusätzlich, und von ihr bekommst du nichts. Ausgezahlt wird zusammen mit deinen übrigen Einnahmen per Gutschrift auf die hinterlegte Bankverbindung. Fristen und die Schwelle von 30 € erklärt der Beitrag zur Maloum-Auszahlung, die Rechnung hinter den 80 % steht bei den Maloum-Gebühren.

Was gehört in den Shop und was in den Chat?

In den Shop gehören physische Produkte, die per Post zum Fan gehen. Digitale Inhalte laufen über andere Wege.

Bilder und Videos verkaufst du im Chat, jeweils einzeln bepreist und nach der Zahlung freigeschaltet. Individuelle Wünsche besprichst du ebenfalls im Chat; bezahlt werden sie laut Hilfecenter über die Tip-Funktion. Wer ein Paar Socken bestellt und dazu ein persönliches Foto möchte, kauft also zwei verschiedene Dinge auf zwei verschiedenen Wegen. Halte beides in deinen Notizen auseinander, damit bei einer Rückfrage klar ist, was geliefert wurde.

Was darf im Maloum Shop nicht verkauft werden?

Produkte, die mit Blut in Kontakt gekommen sind, gibt Maloum aus gesundheitlichen Gründen nicht frei. Dasselbe gilt für Urin, Muttermilch und Kot.

Auch die Produktfotos haben Regeln. Sie zählen als öffentliche Inhalte und folgen denselben Vorgaben wie öffentliche Beiträge: keine Genitalien, keine Nippel, keine sexuellen Handlungen. §14.10 schließt 18+-Bilder im Shop zusätzlich ausdrücklich aus. Ein gutes Produktfoto zeigt deshalb das Produkt selbst, bei Tageslicht, mit erkennbarem Material und Zustand. Jedes Angebot prüft ein Mensch bei Maloum; wie lange das dauert, veröffentlicht die Plattform nicht.

Was passiert, wenn ein Fan reklamiert?

Kommt es zu einer Rückbuchung, weil die Ware mangelhaft war oder nicht der Beschreibung entsprach, darf Maloum die Kosten vollständig an dich weitergeben (§15.9).

Beschreibe Produkte darum so, wie sie tatsächlich ankommen: Größe, Material, Farbe, Zustand. Wenn du etwas versprichst, das du nicht verschicken kannst, zahlst am Ende du. Notiere dir außerdem, wann du welches Paket aufgegeben hast; bei Rückfragen hilft ein Einlieferungsbeleg mehr als jede Erinnerung.

Lohnt sich der Shop neben Abo und Chat?

Das lässt sich nicht allgemein sagen, weil Maloum keine Verkaufszahlen veröffentlicht. Der Shop ist eine von mehreren Einnahmequellen neben Abos, Trinkgeldern und bezahlten Inhalten im Chat, die der Beitrag Wie Maloum funktioniert zusammenfasst.

Für deine Rechnung zählt der Aufwand: Einkauf oder Herstellung, Fotos, Verpackung, Porto und der Weg zur Post liegen bei dir. Auf Maloum handelst du ohnehin als Unternehmerin oder Unternehmer. Ob Produktverkäufe steuerlich anders zu behandeln sind als digitale Inhalte, klärt deine Steuerberatung; einen Überblick über die Anforderungen gibt der Beitrag zu Maloum-Steuern. Wie der Shop in einen Monat mit Abo und Chat passt, steht unter Geld verdienen auf Maloum.